- Herzlich Willkommen zu tutti.info 3/2026
Es war das heißeste Wochenende dieses Jahres, als sich das BDLO-Präsidium Ende Juni zu seiner lange voraus geplanten Sitzung in Dresden traf. „Warum tun wir uns das an?“ fragten wir uns angesichts überforderter Bahnverbindungen und Klimaanlagen. „Wir tun es für uns, für euch, für die Amateurmusik!“ postulierte unser Präsidiumsmitglied Susanne Häbe und verfasste auf der witterungsbedingt überlangen Bahnfahrt zurück nach Stuttgart den Artikel „BDLO – alles nur Amateure?“
BDLO sind wir alle, und so ist diese Ausgabe dem BDLO und der bunten und vielfältigen Welt der Amateurmusik gewidmet. Bunt kann dabei sogar die Konzertkleidung sein, siehe unser Titelbild mit dem Berliner Orchester concentus alius.
Großen Applaus gab es für das Bundesamateurorchester in Würzburg und für die Innphilharmonie in Florenz. Das Ford-Sinfonieorchester feiert sein 90-jähriges Jubiläum. Der Landesverband Nord brachte Mahlers 3. Sinfonie auf die Bühne, das Studienstiftungsorchester NRW zwei wenig bekannte Werke […]
Applaus
Frisch eingetroffen
Gut zu wissen
Mitspielen & Mitwirken
- Rudolf Kuhnlein, der Gründer und Leiter des Fränkischen Kammerorchesters im Fränkischen Jura bei Bamberg, bezweifelt, dass es Unico Willem van Wassenaer war, der die in Streichorchestern beliebten sechs „Concerti Armonici“ komponiert habe. Wie denken Sie / denkt ihr darüber?
Für viele Laienorchester sind schon seit langer Zeit die sechs „Concerti Armonici“, jahrzehntelang unter dem Namen von Giovanni Battista Pergolesi veröffentlicht, ein fester Bestandteil ihres Repertoires – und auch zahlreiche Kammer- und Barockorchester der europäischen Spitzenklasse bieten seit einigen Jahren interessante Interpretationen. Denn diese Concerti sind von großer Strahlkraft, mit eigentümlichen harmonischen Wendungen, spieltechnisch nicht besonders schwierig – eine packende, lebendige Musik!
Die Urheberschaft der sechs „Concerti armonici“, die im Jahr 1740 in Amsterdam im Erstdruck erschienen, war 240 Jahre lang umstritten und rätselhaft: Abwechselnd schrieb man diese eigenartigen Konzerte für Streicher dem sehr jung verstorbenen neapolitanischen Genie Giovanni Batttista Pergolesi (1710-1736) zu, zeitweilig auch dem in Amsterdam ansässigen italienischen […] - Und weiter geht’s mit Michael Goldbachs Rätselseite. Da es sich hierbei um die Fortsetzung einer liebgewonnenen Tradition unserer früheren Verbandszeitschrift „Das Liebhaberorchester“ handelt, setzen wir die Nummerierung der Rätsel ebenfalls fort und präsentieren hier also das 36. Komponisten- (oder Komponistinnen?)-Rätsel. Wer es löst und uns die richtige Antwort bis zum 1. November 2026 mailt, bekommt die Chance, einen von drei Gutscheinen à 50 Euro zu gewinnen. Auf geht’s:
Verehrt, geachtet, aber vor allem: geliebt. Er war nicht nur ein begnadeter Komponist, dem es gegeben war, die tiefsten menschlichen Regungen in seiner Musik gültig auszudrücken, er war auch ein Mensch, der großzügig mit seinem Vermögen umging, das er zu großen Teilen für die Unterstützung Bedürftiger verwandte.
„Da ich in einem armen Dorf geboren wurde, hatte ich keine Mittel, mich irgendwie zu unterrichten; man hat mir ein jämmerliches Spinett in die Hände gegeben, und von dieser Zeit an habe ich mich […]
Portrait
- Die Biografie von meiner heutigen Gesprächspartnerin, Eva Neumann, verbindet Musik, Rhetorik und Erwachsenenbildung: Die zweifache Mutter erwachsener Kinder hat an der Universität Tübingen Musikwissenschaft und Allgemeine Rhetorik studiert und ist seit dem Jahr 2000 als Kommunikationsberaterin selbstständig. Als passionierte Cellistin verspürte sie „in der Mitte des Lebens“ den Wunsch, sich neben der Selbständigkeit wieder intensiver mit der Musik beschäftigen zu können. Nicht nur als Hobby neben Familie und Beruf, sondern als Fokusschwerpunkt mit klaren Zielen. Wie sie berufliche Selbstständigkeit, Familie und Berufsfachschule unter einen Hut bekommt, was sie antreibt und was ihre Ziele sind, darüber spricht sie exklusiv mit tutti.info
tutti.info: Liebe Eva, nach Studium, Familie und inmitten einer erfolgreichen Selbstständigkeit hast Du Dich entschlossen, nochmal die Schulbank zu drücken: Umgeben von Schulabgängern besuchst Du seit 2025 die Berufsfachschule Dinkelsbühl im Hauptfach Ensembleleitung und Cello. Was hat Dich zu diesem Schritt bewogen? Gab es einen Schlüsselmoment, an dem […]
- Ich absolviere meinen Bundesfreiwilligendienst zwischen 2026 und 2027 beim BDLO. Dank meinem Interesse am Arbeiten mit Noten fühle ich mich in der Bibliothek wie zu Hause.
Seit dem Alter von vier Jahren nehme ich Schlagzeugunterricht. Das erweiterte ich später auf Saxophon, Klavier, Pauke und Vibraphon. Über die Zeit spielte ich bei verschiedenen Orchestern und Bands mit.
Ich freue mich auf das Jahr zusammen mit dem Team des BDLO.
- Das Ehrenamt lebt selten von den ganz großen, laut inszenierten Gesten. Stattdessen liegt es in den vielen kleinen, oft unsichtbaren Beiträgen, die Tag für Tag im Hintergrund geleistet werden. Sie führen erst über lange Zeit hinweg dazu, dass Projekte erfolgreich und Ideen Wirklichkeit werden. Doch wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt, um einmal innezuhalten und von Herzen „Danke“ zu sagen?
Der 2. Februar hat für das Barock-Collegium Sebnitz eine ganz besondere Bedeutung: Am Montag, den 2. Februar 1981 kamen die Musiker zur ersten Probe zusammen. Und auch dieses Jahr fällt der 2. Februar auf einen Montag. Wir beginnen mit den Proben für die Konzerte, doch nur den wenigsten unter uns ist bewusst, dass dieses Datum auch eine historische Bedeutung für uns hat: Auf den Tag genau 45 Jahre gemeinsames Musizieren.
Inzwischen ist das Orchester tief in der Region verwurzelt. Dies wird einerseits durch die enge Verbindung zur Musikschule und […]
- Auf der Generalversammlung des Landesmusikrats Berlin erhielt Hella Dunger-Löper nach neun Jahren im Ehrenamt als Präsidentin nicht nur einen prächtigen Blumenstrauß, sondern auch einen langanhaltenden herzlichen Applaus der etwa 50 versammelten Delegierten, und Vizepräsident Ralf Sochaczewsky würdigte ihre Präsidentschaft mit folgender Laudatio:
Liebe Hella,
vor rund neun Jahren bin ich dir noch grün hinter den Ohren als Beisitzer im Präsidium des Landesmusikrats erstmalig bei einem Treffen in einem Café in Berlin-Halensee begegnet. Du warst die frisch gewählte Präsidentin des Landesmusikrates Berlin und hast mir zugehört, ab und zu nachgefragt und wieder zugehört – ruhig und konzentriert. Hast aufgenommen, was meine Perspektiven auf die Kulturlandschaft Berlins waren. So wie du mir zugehört hast, hast du uns allen zunächst zugehört, um dann zusammen mit deiner Kenntnis der Berliner Politik, Verwaltung und Kulturlandschaft dem Kurs des Landesmusikrates eine neue Ausrichtung zu geben. „Musik für alle“ war das Motto, das du uns dann […]








