Mitten in der Corona-Pandemie von einer Handvoll engagierter, musikbegeisterter Laien gegründet, ist das Orchester innerhalb kurzer Zeit zu einer festen Institution auf der Insel geworden, die jeden Sommer Dutzende Musikerinnen und Musiker aus ganz Deutschland und mehrere Hundert musikinteressierte Zuhörerinnen und Zuhörer nach Putbus lockt. Organisiert wird das Sommerprojekt von einem ebenfalls überall im Land ansässigen Team, das die Probenwoche und das Konzert in Online-Meetings übers Jahr hinweg auf die Beine stellt, ehe dann Anfang August die Ergebnisse auf der Insel erklingen.
Für das Jubiläumskonzert hatte das Orchester ein abwechslungsreiches Programm mit Bekanntem und weniger Bekanntem zusammengestellt. Nachdem zunächst die eigens für das Orchester komponierte „RIO-Hymne“ von Jan Breuers erklungen war, stellten die rund 70 Musikerinnen und Musiker Werke von Lili Boulanger, Jean Sibelius, Antonin Dvořák, Aaron Copland, Aram Chatschaturjan und Alexander Borodin vor. Unter der energiereichen, einfühlsamen Leitung von Sergey Simakov präsentierten die Musiker die große Klangfarbenpalette dieser stilistisch höchst unterschiedlichen Werke.
Orchestersprecher Dominic Böth begleitete die Zuhörerinnen und Zuhörer im Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär in Mecklenburg-Vorpommern, Heiko Miraß, und der Putbusser Bürgermeisterin, Beatrix Wilke, durch den Abend und durch fünf Jahre Entstehungs- und Wirkungsgeschichte.
Anlässlich des Jubiläumsjahres hatte sich der Verein Rügener Inselorchester e.V. einer Baumpflanzaktion angeschlossen und eine Winterlinde für den Park vor dem Marstall gestiftet. In einer Feierstunde am 4. August würdigte Bürgermeisterin Wilke dieses Geschenk des Vereins an die Stadt, das symbolisch für das Wachsen des Orchesters und eine positive Zukunftsperspektive stehen kann.
Weitere Informationen: www.inselorchester.org



