- Herzlich Willkommen zu tutti.info 2/2026
Kennt ihr den Spruch „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“? Der kam mir in den Sinn, als ich überlegte, wie ich auf das Titelthema dieser tutti.info-Ausgabe „Orchesterorganisation“ hinweisen könnte. Denn, Hand aufs Herz, wer kümmert sich schon gern um die Organisation, um all die für den reibungslosen Ablauf eines Konzerts notwendigen Kleinigkeiten? Letztlich ist das eine ziemlich undankbare Aufgabe: Wenn alles glatt läuft, bemerkt niemand, was vorher und im Hintergrund an Überlegungen, Absprachen, Telefonaten, E-Mails, Transporten usw. notwendig war. Aber wehe, wenn etwas nicht klappt – dann ist das Geschrei groß… Deshalb sei diese Ausgabe allen gewidmet, die geduldig und energisch, umsichtig und initiativ die Fäden in der Hand halten, um das jedes Mal erneut spannende Unterfangen „Wir geben ein Konzert“ gelingen zu lassen.
Diese Gedanken habe ich von Michael Knoch übernommen, der so sein Editorial zum „Liebhaberorchester 1/2017“ mit dem Titelthema „Vorhang auf: […]
Titelthema
Update (Juli 2026): Neue Antragsrunde gestartet
Die neue Antragsrunde des Amateurmusikfonds ist gestartet. Ab sofort können Chöre, Orchester, Bands, Musikvereine und -verbände ihre Projektanträge einreichen. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 30. September 2026. Der Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO) ruft alle förderberechtigten Ensembles dazu auf, ihre Projektideen frühzeitig einzureichen und die angebotenen Beratungsformate zu nutzen. Weitere Informationen sowie die vollständige Pressemitteilung finden Interessierte auf der Website des BMCO.
Dank des Beschlusses des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages im Jahr 2022 können sich Chöre und Orchester der Amateurmusik für Fördermittel aus dem Amateurmusikfonds bewerben. Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) stellte im September 2025 das dritte Mal Mittel für den Amateurmusikfonds zur Verfügung. Eine nächste und somit vierte Förderrunde befindet sich in der Vorbereitung und ist für den Sommer 2026 geplant.
Aber was genau ist der Amateurmusikfonds? Wir haben bei Sandy Békési, Teamleitung beim Bundesmusikverband Chor […]
- Ihr seid im Vorstand oder dem Organisationsteams eures Orchesters und sucht nach verlässlichen Informationen und praktischen Tipps für euren Probenalltag? Dann klickt euch durch »frag-amu.de – das Amateurmusikportal«. Mit der Schlagwortsuche und den thematischen Schwerpunkten findet ihr schnell alle Infos, die ihr braucht – am Laptop oder unterwegs. Steht die nächste Mitgliederversammlung an, habt ihr Fragen wegen Gesetzesänderungen zur digitalen Buchhaltung oder möchtet ihr euer Orchester neu ausrichten?
Unterstützung durch gebündeltes Knowhow
Mit dem gebündelten Knowhow unterstützen wir alle, die sich neben dem gemeinsamen Musikmachen auch mit der Organisation auseinandersetzen. Tipps rund um die Pflege eurer Orchester-Website und zur Erstellung von Social-Media-Posts findet ihr im Menüpunkt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Wenn ihr größer denkt und gemeinsame Projekte mit anderen auf die Beine stellen möchtet, könnt ihr wertvolle Anregungen und Tipps im Beitrag »
Lösungsansatz für ein Grundproblem des Amateurmusizierens
»wer fehlt, möge sich bitte melden …«
Ach je, wer kennt sie nicht, die üblichen Plattheiten, wenn z.B. während einer Orchesterreise im Bus nach einer Pause die Vollzähligkeit des mitreisenden Personals festzustellen ist. Und sicher kann der »Orchesterkasper« (bestens beschrieben in Kapitel 22 des inzwischen leider schon vergriffenen Buches »Kleine Typologie der Laienmusiker«) auch einen mehr oder weniger flotten Spruch dazu beitragen. Allerdings weiß jeder, der sich für die personelle Organisation eines Liebhaberorchesters verantwortlich fühlt – oftmals ist das der Dirigent oder die Dirigentin, der bzw. die »nebenbei« eigentlich noch eine andere Aufgabe hat – dass, wenn man sie alle schon mal im Bus hatte, dies eine der leichtesten Übungen ist.
Gehen wir in Gedanken ein paar Tage oder Wochen zurück. Der wöchentliche Probenprozess hat an Fahrt aufgenommen – Zeit, um in die Details zu gehen. Der Dirigent hat sich natürlich intensiv Gedanken gemacht, […]
- Fünf, zufällig ausgewählte Orchesterordnungen, derer ich via Download habhaft werden konnte, habe ich ChatGPT als (A) bis (E) präsentiert und aufgefordert, die Unterschiede herauszuarbeiten und schließlich eine Synthese zu erstellen. ChatGPTs Fazit als erstes: „Diese konsolidierte Ordnung verbindet die besten praktischen und organisatorischen Elemente aller Vorlagen, fördert ein respektvolles, diszipliniertes und motiviertes Miteinander, und schafft klare Strukturen für Organisation, Proben, Auftritte und Gemeinschaft.“ Na bitte, was will man mehr?
Zentrale Werte
ChatGPT hatte in den fünf Orchesterordnungen folgende zentralen Werte ausfindig gemacht: Pünktlichkeit, Vorbereitung, Verantwortungsbewusstsein, gemeinsames Musizieren und klare Organisation. Unterschiede liegen vor allem in den organisatorischen Verfahren und bei der Betonung bestimmter Aspekte wie bspw. persönliche Gespräche bei (A), digitale Planung bei (B) oder praktische Verhaltensregeln bei (D) und (E). All diese Gesichtspunkte sollten in die gewünschte Synthese integriert werden, die zwar noch keine funktionierende Orchesterordnung darstellt, aber jene Elemente aufzeigt, die bei der Formulierung einer eigenen, individuell […]
- Diese Probenordnung eines Berliner Liebhaberorchesters wurde 1960 im LIEBHABERORCHESTER-Heft 1/2 allen Orchestern „als Anregung zur Verfügung gestellt“. So kann man natürlich auch versuchen, etwas zu organisieren, aber ob das, also dieser Tonfall, heute noch gut ankäme?Die Mitglieder des Orchesters erscheinen spätestens 1/4-Stunde vor Beginn der Probe; besonders in der rauhen Jahreszeit, die es nötig macht, die Instrumente allmählich in die Temperatur des Probenraumes zu überführen, damit sie gleich zu Beginn der Probenarbeit die Stimmung halten.
Man trägt sich gleich zuerst in die Anwesenheitsliste ein und liefert unaufgefordert etwa entliehene Stimmen gegen Rückgabe der Entleihungsquittung ab.
Jede Stimm- bzw. Instrumentengruppe wählt 2 Notenordner, die die zurückgegebenen Stimmen in Empfang nehmen, ordnen und rechtzeitig an die Pulte zur Auflage bringen. Jeder Spieler hält an seinem Platz Reservesaiten, Dämpfer, Radiergummi und einen weichen Bleistift (3B) für etwaige Änderungen […]
Zu Diskussion und Meinungsbildung im Orchester
Wie gelingt erfolgreiche Orchesterorganisation? Neben unabdingbaren Voraussetzungen wie eine geeignete Struktur (Rechtsform, verantwortliche Personen) und einem hohen persönlichen Engagement der zumeist ehrenamtlich Handelnden gehören sicher auch Verständnis und Kenntnis darüber, was die Menschen bewegt, für die wir (Organisierenden) tätig sind: unsere Orchestermitglieder. Aber wie finden wir das wirklich und umfassend heraus? Die im folgenden beschriebene Veranstaltung liegt zwar schon länger zurück (schließlich habe ich bereits 2017 in der Zeitschrift Das Liebhaberorchester einen Beitrag dazu geschrieben), wirkt aber mit ihrem Ergebnis in unserem Orchester bis heute nach.
Der Anstoß
Als ich vor einiger Zeit im Rahmen eines (damals noch so genannten) BDLO-Frühjahrsseminars einen kurzen Vortrag zum Thema »Mitgliederwerbung und -gewinnung in Liebhaberorchestern« hielt, kam nach Ende der sich anschließenden Diskussion einer der Seminarteilnehmer auf mich zu und stellte mir eine überraschende Frage: Ob wir in unserem Orchester für den »gegenteiligen Fall« eine Regelung hätten, oder […]
Applaus
- Am 14. Februar 2026 fand zum 3. Mal der eintägige LBBL-Cello-Workshop des Landesverbands Berlin-Brandenburgischer Liebhaberorchester in der Landesmusikakademie Berlin statt, wieder unter der bewährten Leitung von Wayne Foster-Smith, organisiert von Evelyne Kuß und Winfried Szameitat. 25 haben teilgenommen, und Isa fasst ihre Begeisterung in folgende Worte:
Obwohl ich schon etwa zwei Jahre Cello spiele, war ich mit 16 Jahren nun zum ersten Mal bei einem Workshop wie dem unter der Leitung meines Cello-Lehrers Wayne. Ich kannte zwar schon zwei der anderen Teilnehmer, aber es war für mich toll, mit so vielen anderen Erwachsenen, die dasselbe Hobby teilen, gemeinsam zu musizieren. Ich habe noch nie mit so vielen anderen Celli zusammengespielt. Der außergewöhnliche Klang, wenn alle gleichzeitig harmonieren, hat mich tatsächlich überwältigt. Auch wenn alle das gleiche Instrument spielen, ist das Hörerlebnis gar nicht monoton, sondern wirklich bunt und vielfältig. Allgemein war die Atmosphäre sehr locker und nett, und […]
- Meine Vorfreude auf das Orchesterprojekt des hessischen Landesverbandes war durchaus gemischt: So wenig Zeit zum Üben, so viele andere drängende Aufgaben. Und überhaupt: Waldstadion, Landessportbund, Otto-Fleck-Schneise? Klingt nicht gerade urban. Und nachts dann, wenn man keine Übernachtung dazu buchen möchte, mit dem Cello auf dem Rücken durch den Wald zur S-Bahn irren? Außerdem: Wie wird das sein, sich mit so vielen fremden Menschen zu arrangieren, zusammenzuraufen, kann man sich wohlfühlen in der Cello-Gruppe, im Orchester?
Aber dann war schon das Ankommen ganz anders: Ein Horn und eine Bratsche zogen mit uns durch den Vorfrühlingswald (zugebenermaßen ganz nahe am Waldstadion), Sportlerinnen sprachen uns an und fragten neugierig nach unserem Projekt. Und im Probenraum herrschte die Atmosphäre eines Familientreffens, mit Kaffee, Brezeln, Donauwelle und vielen angeregten Hallos.
Dabei war die Probenarbeit, die dann begann, bei aller Lockerheit intensiv und konzentriert. Unsere wunderbare Dirigentin Mary Ellen Kitchens lenkte uns mit ihrer Begeisterungsfähigkeit, […]
- Was wäre der Weltfrauentag ohne Musik! In Frankfurt leitete Mary Ellen Kitchens das Werkstattkonzert eines Amateurorchesters, das sich zu diesem Anlass die Feier von Komponistinnen auf die Fahnen geschrieben hatte. Fünf Frauen aus Wien, Denver, Reykjavík, London und Bamberg lieh das Projektorchester des Landesverbands Hessischer Liebhaberorchester (LHLO) eine markante Stimme. Eine spannende musikalische Entdeckungsreise von der Wiener Klassik bis zur Gegenwart, die das 40-köpfige Orchester mit großem Engagement präsentierte.
Das Programm sei eigentlich gar nicht speziell für den 8. März geplant gewesen, meinte die LHLO-Vorsitzende und Organisatorin des Projekts, Fanni Mülot, in ihrer Begrüßungsansprache – doch dann passte die reine Komponistinnen-Werkschau, konzipiert von Dirigentin Mary Ellen Kitchens, natürlich perfekt zum Frauentag. Das galt genauso für den Schauplatz dieser Sonntagsmatinée: Im gut besuchten Clara Schumann Saal von Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt, wo die Pianistin und Komponistin lehrte und starb, war die Neugier auf unkonventionelles Repertoire spürbar, das für […]
Kein Aprilscherz
Am 1. April kam die Einladung überraschend und kurzfristig: Die Messeleitung bot uns einen Messestand auf der akustika Nürnberg vom 24. bis 26. April an.
Die Messe wächst und zieht immer neue Aussteller an. So wurde in diesem Jahr das Austellungsgelände um die Halle 7A erweitert. Da mehr Aussteller sich über mehr Publikum freuen, möchte der Veranstalter die akustika auch für Amateurmusiker bekannter machen und bot deshalb Musikverbänden die Teilnahme an.
Wir nahmen die Herausforderung an: In den drei Wochen bis Messebeginn haben wir einen Messeauftritt konzipiert, eine Werbestrategie entwickelt, einen Messestand designed und umgesetzt, Info- und Werbematerial entworfen und gedruckt, Standpersonal aus unseren Reihen rekrutiert, Hotel und Fahrkarten gebucht.
Klein, aber fein
8 m² misst unser Messestand (siehe Titelbild), da wird jeder Zentimeter genutzt. Die Rückwand listet unsere Angebote von ‚Notenbibliothek‘ bis ‚Rabatte‘ auf. Dazwischen ein Bildschirm mit einer Zusammenfassung unseres Jubiläumskonzerts 2024 in der Elbphilharmonie. Links ein Tresen […]
- Fünfzehn Interessierte folgten einer Einladung der besonderen Art – am 9. Mai 2026 in Berlin-Karlshorst im Frühjahrsspektakelschnulzenorchester mitzuspielen. Das Besondere: Aufs Pult kamen allerliebst-schnulzige Leckerbissen aus einem schier unerschöpflichen Fundus an Salonmusik-Noten, um – eines nach dem anderen – prima vista vernascht zu werden. Aber der Reihe nach:
Sechs Geigen, zwei Bratschen, ein Cello und der Kontrabass der Gastgeberin Gudrun boten einen veritabel satten Streichersound, den wir Bläserinnen und Bläser (Flöte, Oboe, Klarinette und Fagott) zusammen mit einem Salon-Tastenlöwen am Flügel dann verschiedenfarbig ergänzten. 15 Notenpulte standen bereit, 15 Stühle waren aus dem gesamten Haushalt zusammengetragen worden. Jetzt galt es, aus Stapeln von Salonmusiknoten jene Stücke auszuwählen, in denen auch die Bratschen besetzt waren und eine B-Klarinette. Mit den Notenblättern mussten wir – wegen eines teilweise beachtlich hohen Papierzerbröselungsfaktors – beim Austeilen ganz behutsam umgehen.
Alla breve und D.C.
Ein orientierender Blick in die linke obere Ecke: Tonart, Taktart werden […]
Es lohnt sich immer
… nach unbekannten Werke zu forschen! Oft sagt man über mittelmäßige und selten aufgeführte Werke (sowohl in der Literatur als auch in der Musik), sie seien zu Recht in Vergessenheit geraten. Mag sein, dass dies für einen Teil zutrifft. Aber das »Sieb der Zeit« sortiert nicht gleichmäßig aus, und so fallen zuweilen auch Meisterwerke durch die unregelmäßigen Maschen und landen im Tal der Vergessenheit, sozusagen im Unterbewusstsein unserer Kultur. Und genauso wie beim Menschen die Erforschung des Unterbewusstseins erhellend und heilend sein kann, so gilt dies auch für unsere Kultur.
Beim Lesen von Künstlerbiografien oder auch beim Besuch von Bibliotheken bekommt man eine ungefähre Ahnung, dass der schöpferischer Output in der Kunst um ein Vielfaches größer war und ist, als das, was letztlich über die Zeit bleibt. Immer wieder erschreckt mich der Gedanke, dass da große Meisterwerke schlummern könnten und vielleicht die besten aller Werke […]
Kunstausstellung und Konzert in einem Saal – Das Bundesamateurorchester 2026
Durch eine Kunstausstellung direkt in den Konzertsaal schlendern? Das macht man doch eher selten. Aber warum muss man sich immer für eines entscheiden – entweder Museum oder Konzertsaal?
Beim Abschlusskonzert des Bundesamateurorchesters 2026 musste sich das Publikum nicht entscheiden, ob es ihren Pfingstmontag mit Musik oder mit einer Kunstausstellung bereichern wollen. Das zauberhafte Programm „Märchenbilder“ mit Werken wie Humperdincks Ouvertüre zu „Hänsel und Gretel“ und Modest Mussorgskys „Bildern einer Ausstellung“ hatte beides im Angebot.
Aber wie kam es dazu?
Im Rahmen eines Bundesfreiwilligendienstes soll jede/r Freiwillige ein eigenverantwortliches Projekt auf die Beine stellen. Im ersten Moment fühlte ich mich damit heillos überfordert. Das wurde auch nicht besser, als ich von all den großartigen Projekten meiner Vorgänger/innen hörte. Doch nach ein wenig Brainstorming und einer guten Prise Schwarmintelligenz im Team hat sich ziemlich schnell eine gute Projektidee herauskristallisiert.
Frisch eingetroffen
- Buchbesprechung
Philipp Ther: Der Klang der Monarchie
Suhrkamp 2025, 562 Seiten, 32 €In Kürze:
Philipp Ther, ein preisgekrönter Wiener Historiker, verfolgt die Idee einer musikalischen Geschichtsschreibung. Er schildert die Zeit der Habsburger Monarchie aus ihrer Musik heraus.
Dieses niveauvolle und mit etwas Konzentration gut lesbare Buch bietet anregendes Detailwissen für Konzerteinführungen. Die zentralen Thesen erscheinen jedoch nicht immer überzeugend.
Im Detail:
Erfreulich ist, dass sich an vielen Stellen dieses Buches Hintergrundinformationen finden, die jede Konzerteinführung bereichern dürften. So wird etwa der Diebstahl von Haydns Schädel in anschaulicher Detailfreude geschildert. Interessant ist auch der Hinweis auf den ursprünglichen Schiller-Text der „Ode an die Freude“, in dem nicht nur alle Menschen zu Brüdern werden, sondern sogar Bettler zu Fürstenbrüdern. Erfrischend sind die Informationen zu Komponisten-Reisen nach Ägypten und in die USA. Auch die Behandlung heute kaum noch gespielter Werke könnte Inspiration bei der Programmgestaltung bieten.
Angereichert ist das Buch mit […]
Mitspielen & Mitwirken
- Französische Romantik: Das Sinfonische Orchester Mecklenburg-Vorpommern (SOMV) lädt ein zu Workshop und Konzert in die Welterbestadt Wismar.
Die diesjährige Arbeitsphase des Sinfonischen-Orchesters Mecklenburg-Vorpommern findet vom 15. bis zum 18. Oktober 2026 in der Hansestadt Wismar statt. Auf dem Programm stehen Werke der Französischen Romantik, u. a. César Francks Sinfonie in d-Moll. Franck verbindet Leidenschaft, Farbenreichtum und meisterhafte Formkunst – Themen und Motive kehren zyklisch und in verschiedenen Verwandlungen und chromatischen Modulationen wieder, bis sie ihren krönenden Abschluss im triumphalen Orchestertutti finden. Als Gegenpol stehen Mozart und Fauré auf dem Programm. Mehrere preisgekrönte junge Solistinnen aus Mecklenburg-Vorpommern werden mitwirken.
Die musikalische Leitung hat Steffen Tast, Berlin. Die Stimmgruppen werden von erfahrenen Dozenten vorbereitet und unterstützt. Träger ist der Landesverband der Liebhaberorchester in Mecklenburg-Vorpommern e.V.. Ambitionierte Amateurmusikerinnen und -musiker – auch aus anderen Landesverbänden – sind wie immer herzlich willkommen. Das Projekt wird vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Bundes- und […]
- Der Landesverband Bayerischer Liebhaberorchester e.V. lädt ein zum Bayerischen Amateurorchester 2026 vom Mittwoch, 23.09.26, 18 Uhr bis Sonntag, 27.09.26, ca.17.30 Uhr in der Bayerischen Musikakademie, Hammelburg.
Wir erarbeiten die Ouvertüre zu „Oberon“ von Carl Maria von Weber, die 1. Sinfonie e-Moll von Nikolai Rimski-Korsakow, den Ungarischen Tanz Nr. 11 von Johannes Brahms und den Slawischen Tanz Nr. 8, op. 46 von Antonín Dvořák.
Die musikalische Leitung übernehmen Prof. Josef Stolz, Wien, sowie weitere Instrumentaldozenten.
Besetzt sind 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 4 Hörner, 2 Trompeten, 3 Posaunen, Pauken, Schlagwerk und Streicher.
Gesucht sind vor allem noch Streicher, Bläser können nur auf die Warteliste genommen werden.
Anmeldungen bitte per Post bis zum 15.07.2026. Hier geht es zum Anmeldeformular.
- Die Jahreshauptversammlung des Landesverbandes Baden-Württembergischer Liebhaberorchester (LBWL) fand 2026 in Mannheim statt. Verbandspräsident Rainer Wüstenhagen eröffnete die Versammlung mit einer Begrüßung der Anwesenden, die auch hybrid zugeschaltet waren.
Im Mittelpunkt stand die ausführliche Vorstellung der neuen Homepage, welche insbesondere die Unterseite „Frag-amu“ für Vereinsverantwortliche hervorhebt. Mit 246 Orchestern und 11.260 aktiven Mitgliedern, davon 2.803 unter 18 Jahren, ist der LBWL der größte Landesverband bundesweit. Die Mitgliedschaft bietet zahlreiche Vorteile, darunter eine jährliche Probenpauschale von 500 €, Beteiligung an GEMA-Kosten, der Zugang zur Notenbibliothek des BDLO, sowie vergünstigte Instrumentenversicherungen. Besonders hervorzuheben ist die jährliche Sonderförderung für herausragende Konzerte, finanziert durch die ehrenamtliche Präsidiumsarbeit. Neuer Bezugszeitraum hier ist das Kalenderjahr.
Aufmerksam wurde gemacht auf das Landesmusikfestival. Im laufenden Jahr findet dieses am 20.06.2026 in Sinsheim und im Folgejahr am 19.06.2027 in Pforzheim statt. Die angeschlossenen Vereine wurden eingeladen, sich bei den Veranstaltungen einzubringen.
Des Weiteren informierte Jugendbeauftragte Petra Botsch über die vom […]
- Wir knüpfen an eine liebgewonnene Tradition unserer früheren Verbandszeitschrift „Das Liebhaberorchester“ an, nämlich Michael Goldbach Komponisten so beschreiben zu lassen, dass sie erraten werden können, was aber auch nicht zu leicht sein sollte. So dass er zum Abschluss dann immer fragen kann „Wer war’s?“.
Wer also Michael Goldbachs Komponistenrätsel löst und uns die Antwort bis zum 1. Juli 2026 mailt, bekommt die Chance, einen von drei Gutscheinen à 50 Euro zu gewinnen. Auf geht’s:
Als Sohn eines angesehenen Arztes wurde er im Geist der klassisch-lateinischen Bildung erzogen. Damals erlaubte es ein Gesetz des Landes, dass man seine Kinder nach dem Besuch der Grundschule selbst unterrichten konnte, was der Vater tat. So erhielt der Sohn eine umfassende Ausbildung. In die Anfangsgründe der Musik wurde er von einem Onkel eingeführt. Mit 14 Jahren erhielt er Flötenunterricht. In diesem Alter unternahm er auch schon erste Kompositionsversuche. Das Gitarrenspiel brachte er sich selbst […]
- 16 Lösungsvorschläge erreichten uns für Michael Goldbachs Komponistenrätsel. Die Auflösung lautet: Hector Berlioz (1803 – 1869).Die Informationen zu seinem Leben basieren auf dem Artikel von Christian Berger zu (Louis-)Hector Berlioz in der Enzyklopädie Musik in Geschichte und Gegenwart (MGG), Personenteil, Band 2, Spalten 1322 und folgende, Kassel u.a. 1999 (auch online verfügbar).
Die Zitate sind entnommen:
1) Hector Berlioz: Memoiren I. Teil Seiten 54 und folgende, Wilhelmshaven u.a. 1979
2) ebenda Seite 55
3) Gerhard Müller (Herausgeber): Heinrich Heine und die Musik Seite 104, Leipzig 1987Alle 16 eingesandten Lösungsvorschläge waren richtig – Gratulation und herzlichen Dank fürs Mitmachen!
Per Los gewonnen haben: Harald Först, Landsberg, C. Heyken, Stade und Klaus Pfalzer, Ulm.
Die Überweisungen der jeweils 50 Euro sind auf dem Weg. Portrait
- Wer ist der BDLO? Wer sind die Menschen, die sich jeden Tag für den BDLO engagieren? Was treibt sie an? Ich bin neugierig und spreche mit diesen Menschen über ihre Arbeit, ihre Ideen, ihre Erfahrungen, ihre Erlebnisse …
Heute im Gespräch: Susanne Häbe, BDLO-Präsidiumsmitglied seit 2025.
Udo: Liebe Susanne, im September 2025 hast du dich zur Wahl gestellt für das BDLO-Präsidium und wurdest von den Orchestern gewählt. Wer bist du, welches Instrument spielst du, wo bist du musikalisch aktiv?
Susanne: Ich heiße Susanne Häbe, spiele seit über 35 Jahren Querflöte (voll und ganz – ohne „Zweitinstrument“) und musikalisch bin ich vor allem im Raum Stuttgart aktiv, unter anderem als 2. Vorsitzende der Süddeutschen Philharmonie.
Udo: Was waren deine Beweggründe für die Kandidatur zum BDLO-Präsidium?
Susanne: Baden-Württemberg hatte bisher noch keine Vertreterin im Präsidium. Als größter Landesverband innerhalb des BDLO war es uns wichtig, auch auf Bundesebene vertreten zu sein. Daneben bringe ich […]
Florian Rüdell ist seit 2025 Teil des Redaktionsteams. Seine Verbindung zur Musik begann bereits im Alter von zehn Jahren, als er das Saxophonspielen für sich entdeckte. Seit 2012 ist Florian künstlerisch und auch organisatorisch im Musikverein und in sinfonischen Blasorchestern unterwegs.
Dem BDLO ist Florian schon seit mehreren Jahren verbunden: 2019 absolvierte er einen Bundesfreiwilligendienst in der Geschäftsstelle des Verbandes in Dresden. Anschließend studierte er Public and Nonprofit-Management (B.A.) sowie Betriebswirtschaftslehre mit diesem Schwerpunkt (M.Sc.) in Berlin und Freiburg. Seit 2025 ist er wieder beim BDLO tätig und engagiert sich insbesondere im Bereich Verbandsmanagement und Projekte.
Durch seine Erfahrungen aus Musik, Studium und Verbandsarbeit bringt Florian unterschiedliche Perspektiven in das Redaktionsteam ein und freut sich darauf, die vielfältigen Themen der Amateurmusik mitzugestalten.























