Man trägt sich gleich zuerst in die Anwesenheitsliste ein und liefert unaufgefordert etwa entliehene Stimmen gegen Rückgabe der Entleihungsquittung ab.
Jede Stimm- bzw. Instrumentengruppe wählt 2 Notenordner, die die zurückgegebenen Stimmen in Empfang nehmen, ordnen und rechtzeitig an die Pulte zur Auflage bringen. Jeder Spieler hält an seinem Platz Reservesaiten, Dämpfer, Radiergummi und einen weichen Bleistift (3B) für etwaige Änderungen in den Stimmen bereit.
Streicher, die nicht leise und sauber einstimmen können, die ihr Instrument nicht pflegen, haben keinen Platz im Akademischen Orchester. Ein Feinstimmer am Instrument ist erwünscht.
Die Proben sollen auch genügend Zeit zum Prima-vista-Spiel und zum tätigen Aneignen der wertvollsten Werke der Orchesterliteratur lassen. Jeder soll von jeder Proben einen Gewinn nach Hause bringen! Um dieses Ziel zu gewährleisten, müssen technische Schwierigkeiten der Musikstücke, die für Konzertveranstaltungen vorgesehen werden, im häuslichen Studium zur Entlastung der Proben fortgeräumt werden. Instrumentalunterricht während der Probe ist des künstlerischen Leiters unwürdig. Seine Aufgabe ist die Auslegung und die Gestaltung des Kunstwerkes.
Der künstlerische Leiter studiert nach einem festen Plan ein. Er muß daher mit der Teilnahme jedes Spielers an jeder Probe rechnen. Sollte ein Mitglied einmal durch dringende Umstände an der Teilnahme an einer Probe verhindert werden, so hat es das schriftlich, notfalls telefonisch der Geschäftsstelle so rechtzeitig vorher mitzuteilen, daß für den Fall, daß es sich um einen Bläser oder Streichgruppenführer handelt, noch für geeigneten Ersatz gesorgt werden kann. Etwa entliehene Noten sind natürlich rechtzeitig zur Probe bei der Geschäftsstelle des Orchesters oder beim Hausmeister des Probenraumes zurückzugeben.
Der reibungslose Ablauf der Proben und Aufführungen bedingt eine korrekte Haltung des Einzelnen der Gemeinschaft gegenüber. Es wird deshalb erwartet, daß alle ausübenden Mitglieder und mitwirkenden Gäste die Orchesterdisziplin zu ihrer eigenen Sache machen und mithelfen, daß sich niemand außerhalb der Gemeinschaft hält.



