Kennt ihr den Spruch „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“? Der kam mir in den Sinn, als ich überlegte, wie ich auf das Titelthema dieser tutti.info-Ausgabe „Orchesterorganisation“ hinweisen könnte. Denn, Hand aufs Herz, wer kümmert sich schon gern um die Organisation, um all die für den reibungslosen Ablauf eines Konzerts notwendigen Kleinigkeiten? Letztlich ist das eine ziemlich undankbare Aufgabe: Wenn alles glatt läuft, bemerkt niemand, was vorher und im Hintergrund an Überlegungen, Absprachen, Telefonaten, E-Mails, Transporten usw. notwendig war. Aber wehe, wenn etwas nicht klappt – dann ist das Geschrei groß… Deshalb sei diese Ausgabe allen gewidmet, die geduldig und energisch, umsichtig und initiativ die Fäden in der Hand halten, um das jedes Mal erneut spannende Unterfangen „Wir geben ein Konzert“ gelingen zu lassen.
Diese Gedanken habe ich von Michael Knoch übernommen, der so sein Editorial zum „Liebhaberorchester 1/2017“ mit dem Titelthema „Vorhang auf: Organisation von Liebhaberorchestern“ einleitete.
Dieses Titelthema bleibt ein Dauerbrenner, es zeigt aber auch anschaulich, wie und wo sich die Orchesterorganisation weiterentwickelt. Ganz aktuell sind die Fördermöglichkeiten durch den Amateurmusikfonds, das umfangreiche Hilfe-Portal frag-amu und die Konzertmeister-App zur Probenorganisation. Viele Orchester haben Orchesterordnungen, die das Miteinander regeln, das nicht von der Partitur vorgegeben ist: Michael Knoch hat einige von der KI vergleichen lassen – vielleicht als Anregung für eure Orchesterordnungen. Und er hat eine Orchesterordnung aus dem Jahr 1960 (erneut) ausgegraben. „Es ist alles bereits gesagt, nur noch nicht von jedem…“ kann die Zusammenfassung einer sich im Kreis drehenden Diskussion sein. Hier aber berichtet Matthias Pagenkopf von einem Projekt, das alle! Orchestermitglieder an der Meinungsbildung teilnehmen ließ.
Großen Applaus gab es für den Berliner Cello-Workshop und das Projekt „Eine musikalische Entdeckungsreise – Sinfonische Werke von Komponistinnen“ in Frankfurt/Main. Im April präsentierte sich der BDLO erstmalig auf der Messe akustika in Nürnberg. Von einem spontanen Konzert im kleinen Rahmen berichtet das ‚Frühjahrsspektakel – Schnulzenorchester‘. Der Artikel „Ursula Mamlok „Grasshoppers“ – eine (Wieder-)entdeckung“ empfiehlt ein Werk zum Nachspielen. Ganz frisch sind die Eindrücke vom Bundesamateurorchester über Pfingsten: unsere Bundesfreiwillige Elaine Richter hat den Konzertsaal mit Märchenbildern zum Museum gemacht.
Frisch eingetroffen ist die Buchbesprechung ‚Der Klang der Monarchie‘ über die Musikstadt Wien zur Kaiserzeit.
Unter Mitspielen & Mitwirken laden wir ein zum Orchesterworkshop ‚Französische Romantik‘ in Wismar, zur Prohliser Stadtteiloper ‚Plattenspieler:innen‘ und zum Bayerischen Amateurorchester 2026. Erfolgreich getagt hat die Jahreshauptversammlung des Landesverbandes Baden-Württembergischer Liebhaberorchester (LBWL). „Wer war’s?“ fragt Michael Goldbach in seinem Komponistenrätsel und drei Preise verlosen wir unter den richtigen Antworten bis zum 1. Juli an redaktion@bdlo.de.
Wer sind die Menschen, die sich für den BDLO engagieren? Unter Portrait spreche ich mit dem Präsidiumsmitglied Susanne Häbe. Und Florian Rüdell ergänzt das tutti.info-Redaktionsteam.
Ihr seid eingeladen mitzumachen!
Ihr habt gerade ein Konzert mit ausgefallenem Programm aufgeführt? Ihr habt ein interessantes neues Werk entdeckt? Ihr wollt anderen Orchestern oder uns etwas mitteilen? Lasst es uns wissen! tutti.info ist ein Mitmachmagazin. Alle Orchester sind eingeladen, selbst Artikel zu schreiben und einzureichen. Ein strukturiertes Formular ermöglicht die Eingabe von Texten und Bildern und eine Hilfe-Funktion leitet euch entspannt durch die Eingabe. Dann schalten wir vom Redaktionsteam den Artikel frei und schwups ist er veröffentlicht.
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wünschen euer Udo Fingberg und das Redaktionsteam


