Vielleicht kommt Ihnen das bekannt vor. Denn dieser Komponist war ein Wanderer zwischen den musikalischen Welten: Er liebte Stimmen, liebte Wortwitz, liebte Ensembleszenen, in denen sich Menschen auf der Bühne um Kopf und Kragen reden. Mindestens eine seiner Opern gehört heute noch zu den häufig gespielten Werken des komischen Fachs – ein Stück, bei dem der literarische Ursprung so bekannt ist wie der Name des alten Barden, der ihn erfand.
Mit genug Fingerspitzengefühl gelang ihm außerdem ein organisatorisches Kunststück, das sein Ansehen über die Musik hinaus prägte. Aus einer Musikergruppe, die bis dahin eher im Schatten eines höfischen Apparates gestanden hatte, half er ein Ensemble zu formen, das sich künftig selbst verwalten sollte – eine für die damalige Zeit erstaunlich moderne Struktur, bei der die Spieler über künstlerische Fragen gemeinsam entschieden. Dieses Orchester existiert immer noch, und sein Name ist international so gut bekannt wie der eines großen Opernhauses oder eines gefeierten Dirigenten.
Seine Karriere endete tragisch früh, doch gerade jene festliche Ouvertüre mit dem alten Liedthema, die er eigentlich als gelegentliches Nebenwerk betrachtete, hat in der Adventszeit bis heute einen festen Platz im Konzertleben gefunden. Sie zeigt den gleichen Sinn für dramatische Erzählkraft wie seine Bühnenwerke und offenbart in ihren lichten Momenten, wie meisterhaft er es verstand, ein Werk zu eröffnen – sei es im Opernhaus, im Konzertsaal oder mitten in einer winterlichen Feier.
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